Einfluss einer gesunden Geisteshaltung auf Gesundheit und Lebensgefühl

Von Dr. P. C. Simon
aus dem Amerikanischen übersetzt von Thomas Koch

 

 Die Geisteshaltung hat einen starken Einfluss auf unsere Gesundheit. Immer wieder begegnen wir Menschen, die es vorziehen, über Krankheiten zu sprechen, statt über Gesundheit. Sie genießen es, über ihre Operationen zu sprechen und zu erklären, wie viele sie bereits gehabt haben. Dabei zeigen sie ihre Kenntnisse von medizinischem Vokabular und genießen es, über ihre Krankheit und die Medikamente zu sprechen, die sie einnehmen müssen. Der Geist ist allerdings wie ein Magnet und jedes Wort und jeder Gedanke zieht die damit verbundenen Ereignisse, Funktionen und Umstände an. Das daraus folgende Nettoergebnis bedeutet, auch weiterhin krank zu sein. Würde jeder von ihnen stattdessen sagen „Ich bin gesund, glücklich und fröhlich!“, würden sie Gesundheit und Freude anziehen.

 

Worte, die wir sagen, beeinflussen auch unseren Körper. Sagst Du Deinem Kind, dass es müde und krank aussähe, produziert es genau diesen Zustand im Geist und Körper ihres Kindes. Umgekehrt können wir unsere Gesundheit, unseren Wohlstand und unsere eigene Umwelt durch wiederholte Worte ebenfalls beeinflussen. Daher sagte der französische Psychotherapeut Emile Coue zu seinen Patienten, sie mögen den Satz „Jeden Tag geht es mir in jeder Hinsicht immer besser, besser und besser!“ ständig wiederholen und ihnen ging es tatsächlich immer besser. Das Wichtigste ist, den Geist zu beeinflussen.

 

Wenn wir glauben, dass wir gesund sind, werden wir gesund Wenn wir glauben, dass wir krank sind, werden wir krank. Alles, was wir tun müssen, ist unser Unterbewusstsein zu überzeugen. Das Unterbewusstsein hat keinen Ermessensspielraum und kann nichts selbst entscheiden. Daher akzeptiert es alles, was ihm gegeben wird. Es ist das Bewusstsein, das die Fakten analysiert. Wenn wir aber Behauptungen ständig wiederholen, können wir das Unterbewusstsein mit Affirmationen füttern, dass wir gesund und glücklich sind. Das führt zu positiven Ergebnissen.

Wie wir unseren Geist bewegen zu heilen

 

Medizinische Studien haben gezeigt, dass 50 bis 80 Prozent aller Krankheiten wie Neuralgien und Arthritis durch Stress entstehen. Stress wiederum wird durch Gedanken verursacht. Denken kann daher auch die Heilung von Krankheiten ermöglichen, obwohl die meisten Ärzte die heilende Kraft des Denkens ignorieren. Yogis sind die einzigen, die ein System zur Verhinderung von Krankheit durch Denken entwickelt haben. Deshalb finden wir Yogis auch nie in Krankenhäusern.

 

Rheder, ein deutscher Arzt hat bewiesen, dass es der Geist ist, der Krankheiten heilt und nicht Gott. Er testete eine Wunderheilerin an drei seiner schwierigsten Fälle. Ein Patient litt unter einer chronischen Blasenerkrankung, ein anderer an Pankreatitis und eine Patientin litt an Gebärmutterkrebs. Rheder bat die Heilerin, diese drei Patienten ohne deren Wissen zu behandeln und überlies ihr nur solche Informationen über die Patienten, die Rheder selbst bestimmte. 12 Sitzungen hatte die Geistheilerin mit den Patienten abgehalten, ohne dass sich irgendeine Änderung ergeben hätte. Dann informierte Rheder seine Patienten, dass er die Unterstützung eines Geistheilers benötige und nur dieser im Stande sei, ihnen zu heilen. Doch dieses Mal hat der Geistheiler keinerlei einschlägige Maßnahmen vorgenommen, um sie zu heilen. Doch innerhalb von wenigen Tagen verbesserte sich der Gesundheitszustand aller drei Patienten deutlich. Der Patient mit der chronischen Gallenblasenerkrankung hatte keinerlei Schmerzen mehr und auch nicht im folgenden Jahr. Der Pankreas-Patient verließ das Krankenhaus und nahm für ihn wünschenswerte 15 kg zu. Bei der Krebspatientin verringerten sich Schwellung und die Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Innerhalb von fünf Tagen konnte sie aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen werden. Damit bewies Rheder, dass es nur der Glaube der Menschen war, der die Heilung verursachte und nicht die Macht des Geistheilers.

 

Es gibt viele Beispiele wie der Glaube heilt. Am Montag, den 14. Juni 1993 veröffentlichte eine Zeitung in Oregon / USA einen von Ann Landers geschriebenen Brief, der sich auf die Heilung von ihren Warzen bezog. Der Brief wurde gemeinsam mit weiteren sieben Briefen veröffentlicht, bei denen es um die unterschiedlichsten Heilungsmethoden zur Heilung von Warzen handelte. Einer rieb seine Warzen mit Speck ein, ein anderer rieb sich seine linke Schulter bei Vollmond mit Speck ein. Eine andere verwendete Rizinusöl und eine weitere nahm große Dosen an Vitamin C zu sich und hatte erst beim vierten Anlauf Erfolg, indem sie bei den Warzen flüssigen Stickstoff anwendete. Eine fünfte rieb die Warzen mit 20-Cent-Stücke ein und gab sie dann einem Bettler. Ein sechster wurde von Warzen befreit, indem er sagte „Hokus-Pokus-Warze-gehe-weg“. Ein siebter wurde seine Warzen los, indem  er Löwenzahnsaft darauf rieb und der achte machte nach einem 250 $-Besuch bei einem Hautarzt mit seinem Hauswirt eine Wette um 1 $, dass es ihm gelänge, dass er seine Warzen mit Hilfe des Safts einer halben rohen Kartoffel innerhalb von 11 Tagen verlieren würde. Am 11. Tag gab er ihm den gewonnenen Dollar. Alle Betroffenen waren ihre Warzen durch die Heilkraft des Geistes los.

 

Am 24. Februar 1992 veröffentlichte die Vancouver Sun einen Artikel von Sun-Kolumnistin Nicole Parton, über die Erfahrungen von Schmerzkontrolle bei kleinen Kindern. Durch die Verwendung eines imaginären magischen Schalters war es möglich, Schmerzen zu beseitigen. Einige Mütter zeigten den Kindern, wie Nadelstiche Schmerzen verursachen würden. Anschließend wurden die Nadeln an einen Ballon gebunden und sie flogen in den Himmel. Den Schmerz haben sie dann mitgenommen. Auf die Frage der Mütter, was denn nun mit dem Schmerz passiert sei, antworteten die Kinder, dass er weggeflogen sei. Diese Schmerzlinderung erfolgte ebenfalls ausschließlich durch die Kraft des Geistes.

 

Im Jahr 1971 behandelten Dr. Carl Simonton, ein Onkologe, und seine Frau Stephanie Matthews, eine Psychologin, Krebspatienten im Endstadium in ihren physikalischen, emotionalen und sozialen Beschwerden im „Cancer and Research Center“ in Fort Worth, Texas.

 

Simonton und seine Frau verkündeten Krebspatienten, dass sie bei den Patienten in der Lage wären, Krebszellen als graue Zellen sichtbar zu machen, um sie dann mit einer grünlichen und gelblichen Flüssigkeit zu übergießen. Diese Flüssigkeit sei in der Lage, die Krebszellen zu aufzubrechen, dass der eigene Körperschutz der weißen Blutkörperchen in der Lage sei, die tödlichen Zellen zu zerstören.

 

Weil Dr. Simonton geistige Vorstellungskraft seiner Patienten in der Therapie einsetzte, sprachen Kollegen schon davon, „Simonton sei verloren!“ Wie auch immer, seit 1978 hatte sich die restliche  Lebenserwartung der betroffenen 159 Patienten verdoppelt. Der erste ihrer von Krebs geheilten Patienten wurde mit dieser erlernten Technik auch seine Arthritis und Impotenz los. Dr. Simonton schrieb die Geschichten in einem Buch auf mit dem Titel „Getting Well Again“ und bewiesen, dass bildhafte Vorstellungen, Glaube und Geisteskraft in der Lage sind, auch schwerste Erkrankungen zu heilen oder zumindest zu lindern. Damit die Behandlungsmethode erfolgreich ist, müssen wir zumindest das Vertrauen haben, dass wir auch geheilt werden.

Norman Cousins, Herausgeber der „Saturday Review“ verendet ebenfalls geistige Kräfte für den Heilerfolg. Nach seiner Rückkehr von einem russischen Kulturaustauschprogramm im Jahr 1974 wurde er zu einem Patienten in einem New Yorker Krankenhaus. Er litt an „adrenalen Erschöpfung“ aufgrund von Stress und seine Fähigkeit, im Körper befindliche Entzündungen zu senken (so genannte „Senkungsgeschwindigkeit“) war von normalterweise 4 mm/h auf 115 mm/h gestiegen. Einer seiner Ärzte machte für den Nachtarzt eine Notiz auf der Krankenkarte, wonach es mit dem Tod von Cousins nicht mehr lange dauern würde. Dieser erinnerte sich daran, dass negative Emotionen im Körper bestimmte schädliche Chemikalien produzieren können. Er sprach mit Cousin darüber und dieser entgegnete: „Wenn das wahr ist, dann sollten Lachen und Freude das Gegenteil bewirken!“ ER ließ sich auf eigenen Wunsch und eigene Gefahr aus dem Krankenhaus entlassen und heilte sich selbst durch den Konsum von Musik, Lachen und Vitamin C. Seine Geschichte wurde im Juli 1977 vom Readers Digest veröffentlicht und Cousins wurde ein begeisterter Verfechter der psychologischen Behandlung von körperlichen Beschwerden und schrieb dazu das Buch „Anatomy of an Illness“, das in Deutsch unter dem Titel „Der Arzt in uns selbst: Wie Sie Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren können“ erschienen ist.

 

Unser Geist kann mit Hilfe verschiedener Verfahren dahingehend trainiert werden, die Kontrolle über unseren Körper zu erlangen. Ich werde diese Methoden in meiner nächsten Veröffentlichung vorstellen.

 

Mehr zu diesem Thema kannst Du in Dr. Simons Buch „The Missing Piece to Paradise“ erfahren.