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Die schönsten Babyaugen an einem tristen Novembertag!

Es war ein grauer Novembertag 2017. Es nieselte und ein kalter Wind wehte die feinen Regentropfen über den Blücherplatz in Kiel.

Frau G., für die ich an Donnerstagen auf dem Marktplatz einkaufen gehe, weil sie so krank ist, hatte mir einen Kaffee spendiert, den ich genüßlich trank und der mir die Hände wärmte. Um mich herum standen und saßen ein Haufen Mütter und Väter mit ihren Kinderwagen. So auch in der Schlange eine junge Frau mit ihrem Kinderwagen drekt neben mir stand.

Ich war neugierig auf das Baby und sah hinein in den Kinderwagen. Was ich da sah, werde ich wohl niemals vergessen: Es war ein Mädchen mit so schönen Augen und ewig langen Wimpern, wie ich so etwas noch nie gesehen hatte und wie sie Walt Disney nicht schöner hätte zeichnen können. Groß, blau und umrandet von einem sehr hübschen Gesicht, das sein Umfeld beobachtete. Das Mädchen lag eingemummelt im Kinderwagen und konnte nur das sehen, was sich ihr im Blickfeld bot. Als mein kahlköpfiger Männerkopf in ihr Blickfeld kam, sah sie mich an und schaute ernst drein. Sie wusste wohl nicht, was sie von dem Gesicht halten sollte, das sich ihr bot. Ich wollte sie nicht erschrecken mit meinem glatzköpfigen Männeraussehen, also lächelte ich hinein in diesen Kinderwagen, in dem dieses kleine Mädchen lag. Und sie lächelte mir zurück. So entzückend, wie es nur ein süßes Babylächeln kann, lächelten ihre Augen, die  unentwegt in meine Augen schauten.

So habe ich erfahren, was es bedeutet, ein Baby anzulächeln, das mir mit einem zauberhaften Lächeln antwortet. So rein, unplugged und ohne jedes Vorurteil. Einfach so. Das hat mir gezeigt, dass auch mein Lächeln rein und ehrlich war, so dass es ebenso erwidert wurde.

Und so schaue hinein in den Spiegel und lächel Dich selbst an. Du wirst sehen, es wird Dir ein Lächeln entgegenkommen, so warm, so unplugged und so lieblich, wie Du nur lächeln kannst. Es wird Dir den Tag versüßen und Dich glücklich machen, weil Du Dich selbst lieben kannst.

 

Wenn Du jetzt auch noch erleben möchtest, wie Du auf andere wirkst und wie sie Dir engegentreten, so mache ein freundliches Gesicht. Besser noch: Du lächelst Menschen an, die Dir entgegenkommen. Im Geschäft, auf der Arbeit, auf der Straße oder in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Dir werden Wunder geschehen: Menschen werden Dir zurücklächeln und Deine Stimmung wird noch weiter steigen, was Dein Lächeln noch authentischer, menschlicher und ehrlicher werden lässt. Mein Vater hatte helle, blaue Augen, die gestrahlt haben wie Diamanten. Und immer wieder sagte meine Mutter zu ihm: "Berti, strahle mal!" und mein Vater strahlte, lächelte und hatte einen glücklichen Moment. Ich rufe jetzt in den Himmel: "Papa, gebe mir ein strahlendes Lächeln in mein Herz!" und ich weiß, dass er es mir gerade jetzt schenkt und mein Herz erwährmt.

 

November 2017

Thomas Koch

 

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